Projekt EXPRESS.smart
KI-gestütztes Klima- und Pflanzenmonitoring im regionalen Obst- und Weinbau zur Sicherung und Optimierung von Ertrag und Qualität
Vorhersage von Risiken durch Spätfröste im Obst- und Weinbau
Bereits früh im Jahresverlauf entscheidet sich Menge und Qualität der Ernte im Obst und Weinbau. Besonders wichtig ist dabei, ob am Ende der Wintersaison noch Spätfröste auftreten, denn diese können den Pflanzen erheblichen Schaden zufügen.
Im Projekt EXPRESS.smart erprobt das IMMS digitale und KI-basierte Lösungen zur Vorhersage von Frostereignissen und den daraus entstehenden Risiken für die Ernte als Grundlage für Handlungsempfehlungen.
Lösung: Integriertes Frostmonitoring
Um rechtzeitig zu reagieren, ergänzen speziell ermittelte örtliche Gegebenheiten wie Geländeprofile und Luftströmungen die allgemeinen Wetterprognosen, insbesondere für zu erwartende minimale Temperaturen. Gleichzeig bestimmen Sensoren, in welchem Entwicklungsstadium sich die Pflanzen befinden und welche aktuelle Temperatur vorherrscht. Auf dieser Basis entscheiden angepasste Algorithmen, ob und welche Schutzmaßnahmen durchgeführt werden müssen.
Das IMMS ist verantwortlich für die gesamte Datenpipeline von der Datenerhebung bis zur Formulierung von Handlungsempfehlungen.
Innovation: KI-gestützte Datenauswertung
KI Modelle unterstützen die Empfehlung geeigneter Maßnahmen. Sie analysieren die erhobenen Daten, erkennen ungewöhnliche Muster und bewerten, welche Gefahren bestehen. Daraufhin schlagen sie passende Gegenmaßnahmen vor – etwa spezielle Frostschutzmaßnahmen oder veränderte Bewässerungsstrategien. Am IMMS kombinieren wir geeignete KI-Algorithmen zur Auswertung unserer Sensordaten mit Zuarbeiten unserer Projektpartner für ein ganzheitliches Klima- und Pflanzenmonitoring.
Vorteile: Wissenstransfer zwischen Forschung und Praxis
Bislang basieren Schutz und Optimierungsmaßnahmen im Obst- und Weinbau vor allem auf Erfahrungswerten, sind teilweise unsicher und erfordern häufig einen hohen Einsatz an Ressourcen. Die Kombination aus angepassten Wetterdaten, automatisch ermittelten Entwicklungsstadien der Pflanzen und KI-gestützten Algorithmen macht die bewährten Strategien greifbarer und für einen erweiterten Kreis von Praktikern zugänglich. So können auch kleinere Betriebe von den Empfehlungen profitieren und ihre Erträge effizient schützen und steigern.
Akronym / Name:
EXPRESS.smart / Experimentierfeld zur smarten datengetriebenen Vernetzung und Digitalisierung in der LandwirtschaftLaufzeit:2025 – 2028
Projekt-Webseite:https://digitalisierung-landwirtschaft.de/
Anwendung:
Umwelt-Monitoring und Smart-City-Anwendungen|Landwirtschaft| Agrarbetriebe| ObstbauForschungsfeld:Intelligente vernetzte Mess- und Testsysteme
Kontakt
Kontakt
Dr.-Ing. Tino Hutschenreuther
Leiter System Design
tino.hutschenreuther(at)imms.de+49 (0) 3677 874 93 40
Dr. Tino Hutschenreuther beantwortet Ihre Fragen zum Forschungsfeld Intelligente vernetzte Mess- und Testsysteme und den zugehörigen Kernthemen Analyse von verteilten IoT-Systemen, Eingebettete KI, Echtzeit-Datenverarbeitung und -kommunikation, zu den Leitanwendungen Adaptive Edge-KI-Systeme für industrielle Anwendungen und IoT-Systeme für kooperatives Umwelt-Monitoring sowie zum Dienstleistungsangebot für die Entwicklung eingebetteter Systeme.
Förderung
Das diesem Bericht zugrunde liegende Vorhaben „Experimentierfeld zur smarten datengetriebenen Vernetzung und Digitalisierung in der Landwirtschaft“ (EXPRESS.smart) wurde mit Mitteln vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages über den Projektträger Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) unter dem Kennzeichen 28DE405E23 gefördert. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt bei der Autorin/beim Autor.








