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Projekt RGBS

Entwicklung eines neuen nachrüstbaren Glasbruchsensors auf Ultraschall-Basis mit mehr Präzision und höherer Robustheit

Ziel ist es, einen besonders sensiblen Glasbruchsensor auf Ultraschall-Basis zu entwickeln. Mit ihm sollen sich verschiedenste Fenster und Türen kostengünstig zur Einbruchsicherung nachrüsten lassen, die strengen Prüfanforderungen für die VdS-Zertifizierung übertroffen und Falschalarme ausgeschlossen werden. Benötigt werden solche Sensoren zur Sicherung kritischer Infrastruktur und von Hochrisiko-Objekten wie Museen, IT-Räume, Apotheken oder anderen Handels-, Lager- und Produktionsgebäuden.

Vorsprung vor Einbrechern durch Übertreffen des Standards

Die Nachfrage nach immer besseren und gleichzeitig kostengünstigen Lösungen für Sicherheitstechnik ist hoch. Der Projektpartner SCHMEISSNER GmbH hat bereits nachrüstbare Glasbruchsensoren entwickelt und am Markt etabliert, die die Kriterien vom VdS teilweise erfüllen. Die Prüfung der VdS Schadenverhütung GmbH ist strenger als die DIN in Bezug auf Materialqualität, Montage und Manipulationsschutz und wird in Bereichen mit erhöhtem oder sehr hohem Einbruchsrisiko gefordert.

Im Projekt werden zwei Ansätze für bessere Sensoren verfolgt – eine sensiblere Erkennung auch im Hinblick auf potenzielle neue Einbruchsmethoden und eine höhere Robustheit gegen Falschalarme. Gerade wiederholte ungewollte Alarme können zu einem Abstumpfen der Sicherheitskräfte und letztendlich zur Deaktivierung der Sensoren durch den Betreiber führen.

Herausforderung Glasbruchsensoren

Glasbruchsensoren werten Ultraschallsignale aus, welche durch Schwingungen des Glases entstehen. Diese ändern sich bei äußeren Einflüssen auf das Glas. Typische Signale bei normalen Umwelteinflüssen wie z.B. Temperaturschwankungen, Regen, Hagel oder durch vorbeifahrende Fahrzeuge hochgeschleuderte Steine müssen ebenso erkannt werden wie Signale, welche beim gewaltsamen Durchbruch der Scheibe, beim Herausschneiden von Stücken oder einfach nur bei einem Spannungsriss aufgrund großer Temperaturunterschiede entstehen. Die Unterscheidung dieser Szenarien stellt hohe Anforderungen an die Auswertealgorithmen des Sensors. Zudem können neuartige Einbruchmethoden nicht nur eine sensiblere Auswertung erfordern, sondern die Ultraschallsignale derart beeinflussen, dass zukünftig die Immunität gegenüber Falschalarmen noch schwerer wird.

Sensiblere und robustere Glasbruchsensoren anvisiert

Die neuartigen, besonders sensiblen und gleichzeitig gegen falsch-positive Alarme robusten Glasbruchsensoren sollen zum einen durch ein leistungsfähiges und störfestes Hardware-Design erreicht werden. Ein zentraler Baustein wird die Anwendung neuartiger Analyse- und Auswertungsmethoden sein. Hier werden komplexe Algorithmen genutzt, um Brucherkennung klar von zulässigen Einwirkungen zu trennen.

Das IMMS koordiniert das Projekt und wird insbesondere die Entwicklung der Methodik verantworten und die sensiblere sowie robustere Brucherkennung entwickeln. Die SCHMEISSNER GmbH wird vor allem die Hardware entwickeln und konstruktiv gegen Störeinflüsse schützen, Validierungsmessungen durchführen und weitere vorbereitende Schritte zur späteren Produktentwicklung vornehmen, wie etwa EMV-Simulation und -Tests sowie die Software-Entwicklung zur Bedienschnittstelle.

Als Ergebnis wird eine innovative und gleichzeitig preiswerte Nachrüstlösung angestrebt, die wachsende Ansprüche von Kunden und Anwendern von Glasbruchsensoren erfüllt, indem sie einen Beitrag zur Sicherung von Objekten auf höchstem Niveau leistet, und die die Wettbewerbsfähigkeit Thüringer Unternehmen in diesem Anwendungsfeld stärkt.

Akronym / Name:

RGBS / Integration neuartiger Signalverarbeitungsmethoden und konstruktiver Lösungen zur robusten Bruchsensierung von Glasscheiben

Laufzeit:2026

Anwendung:

|Einbruchsicherung| Sicherheitstechnik

Forschungsfeld:Intelligente vernetzte Mess- und Testsysteme


Zugehörige Inhalte

7 Männer und eine Frau in einem Fertigungsraum

Pressemitteilung,

Projektstart für neuen Glasbruchsensor mit mehr Präzision und höherer Robustheit

Schmeissner und IMMS wollen Sensoren nach bisherigen Standards übertreffen


Kontakt

Kontakt

Dr.-Ing. Ludwig Herzog

Leiter Mechatronik

ludwig.herzog(at)imms.de+49 (0) 3677 874 93 60

Dr. Ludwig Herzog gibt Ihnen Auskunft zu unserer Forschung an magnetischen 6D-Direktantrieben mit nm-Präzision für die nm-Vermessung und -Strukturierung von Objekten. Er unterstützt Sie mit Dienstleistungen für die Entwicklung mechatronischer Systeme, für Simulation, Design und Test von MEMS sowie für Finite-Elemente-Modellierung und Simulation.


Förderung

Das Verbundprojekt „Integration neuartiger Signalverarbeitungsmethoden und konstruktiver Lösungen zur robusten Bruchsensierung von Glasscheiben“ (RGBS) wird über das Förderprogramm des Freistaats Thüringen zur Förderung von Forschung, Technologie und Innovation (FTI) als Forschungs- und Entwicklungsvorhaben Thüringen Verbund Dynamik unter der Verbundvorhabensnummer 1007968 gefördert und über die Europäische Union kofinanziert, das Teilvorhaben des IMMS „Entwicklung und Implementierung neuartiger Signalverarbeitung zur hochsensiblen Bruchsensierung von Glasscheiben“ unter der Nummer 2025 VDY 0061.


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