Lärm in Städten sichtbar machen, analysieren und vermeiden helfen soll die neue Plattform, die Audiodaten erhebt und verarbeitet. Foto: Beate Hövelmans, zwei de sign.
Lärm in Städten sichtbar machen, analysieren und vermeiden helfen soll die neue Plattform, die Audiodaten erhebt und verarbeitet. Foto: Beate Hövelmans, zwei de sign.

StadtLärm

StadtLärm – Entwicklung eines Entscheidungsunterstützungs- und Lärm-Monitor-Systems für städtische Lärmschutzverwaltungsaufgaben

Lärm in Städten sichtbar machen, analysieren und vermeiden helfen soll die neue Plattform, die Audiodaten erhebt und verarbeitet.

Motivation

Lärm beeinträchtigt die Lebensqualität. Stadtbewohner sind zahlreichen, stark schwankenden Lärmbelastungen durch Groß- und Sportveranstaltungen, Baumaßnahmen oder einzelne Verkehrsteilnehmer ausgesetzt. Im Projekt „StadtLärm“ wird daher ein System entwickelt, mit dem sich Lärm-Raum-Modelle in einer neuartigen Anwendung dreidimensional visualisieren und bearbeiteten sowie Messdaten zu einem bestimmten Ereignis, wie z.B. zu einem Konzert im Innenstadtbereich, zuordnen lassen.

Nutzen und Gesamtlösung

Städtische Behörden können damit Lärmquellen deutlich besser beurteilen. Mit den zeitlich und räumlich aufgelösten Schalldaten wird es möglich, zukünftige Lärmsituationen aus vergangenen Lärmereignissen vorherzusagen. Erprobt werden soll das System in der Stadt Jena in einem halbjährigen Feldtest ab dem Frühjahr 2018.

Datenlieferant für die Anwendung ist eine Plattform mit Lärm-Sensoren, die die Bischoff Elektronik GmbH entwickelt, und mit einer zentralen „Datendrehscheibe“ in Gestalt eines sog. MQTT-Brokers. Dieser bildet die Schnittstelle zu algorithmischen Auswertungen, die das IDMT übernimmt, und zur StadtLärm-Anwendung, die der Partner Software-Service John erarbeitet, sowie für denkbare weitere Services.

Beitrag des IMMS

Das IMMS realisiert die Software-Basisplattform der Lärm-Sensoren inkl. Audiodatenerfassung und integriert die Audiodatenvorverarbeitung des IDMT. Das IMMS löst die Kommunikation über den Broker und gestaltet die Kommunikationsarchitektur insgesamt; d.h. es definiert die Kommunikationsstrukturen und Nachrichten, konfiguriert und betreut den Broker und schafft eine zentrale Administrationskomponente für das Gesamtsystem. Darüber hinaus wird das IMMS variable Umweltsensorik integrieren, um den Nutzen der Plattform zu erhöhen.

  • Förderung

    Das Projekt StadtLärm wird unter dem Kennzeichen ZF4085703LF6 gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Laufzeit

2016 – 2018