Voruntersuchungen für Lösungen, mit denen sich Datenleitungen in laufenden Industrieanlagen kostengünstig überwachen lassen. Foto: IMMS.
Voruntersuchungen für Lösungen, mit denen sich Datenleitungen in laufenden Industrieanlagen kostengünstig überwachen lassen. Foto: IMMS.

Ko²SiBus

Kontinuierliche und kostengünstige Signalüberwachung für industrielle Bussysteme

Es werden neue Methoden entwickelt, mit denen sich Datenleitungen in laufenden Industrieanlagen kostengünstig überwachen lassen.

Bislang kein durchgehendes Monitoring von Kommunikationsleitungen vernetzter Anlagen

Damit in der Industrie hochautomatisierte Prozesse reibungslos ablaufen können, werden Zustände und Abläufe in Maschinen und Anlagen einem permanenten Monitoring unterzogen. Die drahtgebundenen Ethernet-basierten Kommunikationsleitungen für den schnellen und sicheren Datenaustausch und für die Vernetzung von Industrieanlagen werden gegenwärtig jedoch noch nicht kontinuierlich überwacht. Ein Grund dafür ist neben der hohen Anzahl an Ethernet-Kabeln, dass die meisten dieser Leitungen verdeckt und schwer zugänglich verlegt sind, um Produktionsabläufe nicht zu behindern. Kabelbrüche und Störungen müssen bislang meist bei Maschinenstillstand und losgelöst von der Anlage mithilfe von zusätzlichen Messgeräten untersucht werden.

Ziel: störungsfreie Produktion durch Monitoring drahtgebundener Kommunikationsleitungen

Um die damit verbundenen Ausfallzeiten und Wartungsaufwände zu minimieren, werden im Projekt Ko2SiBus Lösungen erarbeitet, mit denen künftig die Signalqualität der drahtgebundenen Ethernet-basierten Installationen während des regulären Anlagenbetriebs kontinuierlich und kostengünstig überprüft werden kann.

Damit sollen sich nicht nur Wartungen besser planen lassen. Das neue Konzept soll es auch erlauben, die Monitoring-Daten über eine einheitliche und offene Schnittstelle weiterzugeben, so dass eine Integration in kundenspezifische Monitoring-Lösungen einfach möglich ist. Die Lösung soll in bestehende Anlagen nachgerüstet werden können, z.B. als Erweiterung für Switches, und sich als Feature direkt in Netzwerkknoten von Industrie-4.0-Anlagen integrieren lassen.

IMMS entwirft Schaltungskonzepte und baut einen Demonstrator auf

Das IMMS wird ein eingebettetes System entwerfen und hierfür passende Schaltungskonzepte erarbeiten. Basierend auf dem Know-how aus Entwicklungen für Sensoriklösungen unter anderem zum Monitoring von Industrieanlagen wird in Ko2SiBus ein System realisiert, das physikalische Signalparameter mittels integrierter analoger und digitaler Bauteile verfolgt und Abweichungen an eine Überwachungszentrale meldet. Die Funktionalität soll anhand eines Demonstrators, den das IMMS aufbauen wird, erprobt werden.

  • Förderung

    Das Projekt Ko²SiBus wird durch die DFAM (Deutsche Forschungsgesellschaft für Automatisierung und Mikroelektronik e.V.) über die AiF Arbeitsgemeinschaft industrieller Forschungsvereinigungen als IGF-Vorhaben unter dem Kennzeichen 19574 BG durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Laufzeit

2017 – 2019

Projekt-Nr.

19574 BG