Voruntersuchungen am IMMS zu verschiedenen Bodenfeuchte-Sensoren für Messungen zu Mikroklima und Trockenstress. Foto: IMMS.
Voruntersuchungen am IMMS zu verschiedenen Bodenfeuchte-Sensoren für Messungen zu Mikroklima und Trockenstress. Foto: IMMS.

EXPRESS

Experimentierfeld zur datengetriebenen Vernetzung und Digitalisierung in der Landwirtschaft

Das IMMS arbeitet an autarken modularen Sensorsystemen für kostengünstige Optionen zur Datenerhebung in der Landwirtschaft.

Digitalisierung wird auch in der Landwirtschaft immer wichtiger, beispielsweise um die Bewässerung von Nutzpflanzen in langen Trockenperioden zu optimieren. Vielen Betrieben fehlen jedoch die Voraussetzungen, um für sie geeignete und bezahlbare Systeme zu identifizieren, deren Möglichkeiten zu erfassen und einen Nutzen zu generieren.

Regionales Experimentierfeld EXPRESS

Im mitteldeutschen Experimentierfeld EXPRESS soll daher in landwirtschaftlichen Betrieben die Grundlage für das Zusammenspiel bestehender technischer Infrastrukturen mit neuen Technologien und Methoden erprobt und bewertet werden.

EXPRESS richtet sich vor allem an den Pflanzenbau mit besonderem Fokus auf Sonderkulturen. Digitale Technologien sollen dort die Ressourceneffizienz steigern, eine umweltschonende Produktion unterstützen und die Biodiversität langfristig bewahren. Innovative Technologien wie Sensorik, Blockchain, Virtual Reality, Feldroboter und 5G-Anwendungen sollen neue Wertschöpfungsketten mitgestalten und Produktionsprozesse optimieren.

In EXPRESS wird in Zusammenarbeit mit Landwirten anhand von fünf Schwerpunkten potentiell geeignete Technik erprobt und der Branche vorgestellt:

  • skalenübergreifendes Wasserstress-Monitoring zur Bewässerungsoptimierung
  • automatische Überwachung von abiotischen Schlüsselparametern, z.B. durch die Messung des Mikroklimas im Bestand
  • Food Tracing via Blockchain
  • Augmented/Virtual /Mixed Reality in der Landwirtschaft
  • Datenintegration und Management stark heterogener Datenquellen aus diversen Sensorsystemen

IMMS unterstützt Monitoring von Mikroklima und Trockenstress

Das IMMS verantwortet die Datenerhebung und kümmert sich um die Bestimmung des Mikroklimas sowie weiterer Parameter für das Monitoring von Trockenstress. Dabei sollen Agrarbetrieben unterschiedliche Systemlösungskonzepte für diese zwei Anwendungsfälle vorgestellt werden. Dazu erprobt das IMMS verschiedene am Markt verfügbare Sensorsysteme auf ihre Eignung für die beiden Schwerpunkte. Dazu gehört auch eine Evaluation von RFID-Sensorik. Darüber hinaus stattet das IMMS die Experimentierfelder mit geeigneter Sensorik aus, überwacht deren Betrieb und die Übertragung der Daten per 5G an die S2DES-Cloud.

IMMS entwickelt kostengünstige autarke Sensorsysteme für die Praxis

Im Fokus der IMMS-Entwicklungen stehen dabei praxistaugliche autarke Sensorsysteme. Diese sind möglichst modular aufgebaut, um sie an die jeweiligen Randbedingungen in einem landwirtschaftlichen Betrieb anpassen und dort für weitere Analysen und Optimierungen nutzen zu können. Kostengünstige Systeme zu entwickeln, die alle erforderlichen Größen hinreichend genau erfassen und gleichzeitig mit möglichst wenigen Messpunkten verwertbare Aussagen mit einem hohen praktischen Nutzwert ermöglichen, ist dabei die Herausforderung.

EXPRESS-Webseite: www.digitalisierung-landwirtschaft.de

  • Förderung

    Die Förderung des Vorhabens EXPRESS erfolgt aus Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages. Die Projektträgerschaft erfolgt über die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) im Rahmen der Förderung der Digitalisierung in der Landwirtschaft mit dem Förderkennzeichen FKZ 28DE102C18. 

Laufzeit

2019 – 2022

Projekt-Nr.

28DE102C18