In ANCONA werden rechnergestützte Verifikationsmethoden u.a. für Industrie-4.0-Systeme erarbeitet. Foto: IMMS.
In ANCONA werden rechnergestützte Verifikationsmethoden u.a. für Industrie-4.0-Systeme erarbeitet. Foto: IMMS.

ANCONA

Analog-Coverage in der Nanoelektronik

Die erarbeiteten rechnergestützten Verifikationsmethoden sollen künftig die Entwicklung von Industrie-4.0-Anwendungen beschleunigen.

Für intelligente, im „Internet der Dinge“ agierende Systeme und hochleistungsfähige Industrie-4.0-Anwendungen sind komplexe, hochintegrierte Mikroelektronik-Chips die technologische Basis. Solche SoCs (System-on-Chip) vereinen auf engstem Raum zahlreiche analoge und digitale Elemente und Funktionen wie Sensorik, Signalverarbeitung und Aktorik.

Designfehler in integrierten Schaltungen können Umsatzeinbußen von mehreren hundert Mio. Dollar durch Produktionsausfälle verursachen und darüber hinaus weitaus höhere Kosten für Rückrufe, Reparaturen und Ersatzleistungen nach sich ziehen. Daher ist man bestrebt, Designfehler möglichst früh im Entwurfsprozess festzustellen und derartige Risiken zu minimieren.

Darüber hinaus sollen für die neuen Anforderungen im Industrie-4.0-Kontext intelligentere und damit komplexere Systeme entstehen. Für diese werden künftig zahlreiche neue Systemkomponenten erforscht und entwickelt, deren Zusammenspiel mit den gängigen Methoden meist erst im Versuchsaufbau getestet werden kann.

Daher erarbeiten die Projektpartner in ANCONA rechnergestützte Verfahren, um die korrekte Funktion dieser Systeme schon während des Entwurfs zuverlässig nachzuweisen. Das soll künftig das Design gemischt analog/digitaler Schaltungen erleichtern und deutlich beschleunigen, somit Innovationspotentiale heben und zu Wettbewerbsvorteilen verhelfen.

Das IMMS entwickelt hierfür spezialisierte Methoden, mit denen unter anderem Verkopplungen in Systemmodelle integriert und diese effizient simuliert werden, und knüpft damit an spezielle Aspekte aus vorangegangenen Forschungsprojekten wie GreenSense und EROLEDT an.

Website des Projektkoordinators edacentrum e.V.

  • Förderung

    Das Projekt ANCONA wird unter dem Förderkennzeichen 16ES021 im Förderprogramm IKT 2020 durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert sowie durch die Industriepartner Infineon Technologies AG, Robert Bosch GmbH, Intel AG sowie Mentor Graphics GmbH unterstützt.

Laufzeit

2014 – 2017