Das IMMS arbeitet an multiparametrischen energieautarken Biosensornetzwerken u.a. für die In-vitro-Krebsdiagnostik. Foto: IMMS.
Das IMMS arbeitet an multiparametrischen energieautarken Biosensornetzwerken u.a. für die In-vitro-Krebsdiagnostik. Foto: IMMS.

ADMONT

Advanced Distributed Pilot Line for More-than-Moore Technologies

Das IMMS validiert mit energieautarken Biosensor-Netzwerken und einem In-vitro-Brustkrebs-Diagnosesystem neuartige Halbleiter-Prozesstechnologien.

Im Projekt ADMONT sollen CMOS-Prozesstechnologien u.a. mit Sensorik- und MEMS-Bauteilen sowie Lösungen zur OLED- und 3D-Integration erweitert werden, um mit innovativen Bauelementen und Systemen in den Bereichen Mobilität, Energie, Gesundheit und Produktion neuartigen Applikationen Schubkraft zu verleihen. Hierfür wird durch das Konsortium eine verteilte More-than-Moore-(MtM)-Pilotlinie aufgebaut, um nachzuweisen, dass sich die neuen Konzepte mit den diversifizierten Technologien produzieren lassen. Die Partner werden dafür ihre bestehenden Technologien und Entwurfsmethoden weiterentwickeln, Schnittstellen etablieren und optimieren, um künftig für Kunden komplexe Lösungen mit reduzierten Entwicklungs- und Herstellungszeiten in einem “One-Stop-Shop“ anbieten zu können.

Das IMMS wird auf der Basis dieses Technologieangebots und seiner Erkenntnisse aus der Forschergruppe GreenSense in ADMONT neue Ansätze im Bereich “Smart Health“ entwickeln und hierfür die folgenden vier Schwerpunkte bearbeiten:

Modellierung energieautarker Sensorkomponenten für die Bioanalytik: Um diese Elemente zu validieren, werden insbesondere Low-Voltage- und Ultra-Low-Power-Schaltungskomponenten entwickelt und mit den neuen Technologien evaluiert.

Entwicklung drahtloser multiparametrischer Biosensornetzwerke: Mit Hilfe dieser Netzwerke sollen sich biochemische Größen berührungslos und damit steril erfassen lassen.

Entwicklung einer Technologie- und IP-Plattform: Diese soll den Entwurf multiparametrischer Sensor-ICs beschleunigen, die per RFID-Technik mit Energie versorgt und drahtlos ausgelesen werden können.

Aufbau mikroelektronischer Prototypen für die In-vitro-Brustkrebsdiagnostik: In diesen hybriden Sensor- und Aktorsystemen sollen fluoreszierende Stoffe in Gewebeproben auf einem CMOS-Chip detektiert werden. Hierfür werden OLED-Beleuchtung und Sensorik im System vereint und dieses sowohl mit Zell-Linien als auch mit Patientenproben getestet.

www.admont-project.eu

  • Förderung

    Die Arbeiten im Verbundprojekt ADMONT werden als industrielle Forschung (Innovation Action) im ECSEL-Programm als Teil des Forschungsrahmenprogramms Horizont 2020 durch die Europäische Union und das Bundesministerium für Bildung und Forschung unter dem Kennzeichen 661796 gefördert, das Teilvorhaben des IMMS „Entwurf intelligenter in-vitro-diagnostischer und bioanalytischer Sensor- und Aktorsysteme“ unter dem Kennzeichen 16ESE0057.

Laufzeit

2015 – 2019

Projekt-Nr.

661796