Präsentation von Forschungsergebnissen auf der Konferenz DATE2015 in Grenoble. Foto: Felix Salfelder.
Präsentation von Forschungsergebnissen auf der Konferenz DATE2015 in Grenoble. Foto: Felix Salfelder.

Lange Nacht der Technik 2019

11.05.2019 – 11.05.2019

Am IMMS gibt es ein abwechslungsreiches Programm mit Mitmachexponaten, Vorträgen zum Chip-Design und Testaufbauten.

FÜHRUNG / VORTRAG / MITMACHEN:

17:30
19:00
20:30

Führung durch die erste Thüringer Industrie-4.0-Testumgebung/TSN-Labor
Wenn einer bummelt, kommen alle zu spät. Das gilt nicht nur an der grünen Ampel, sondern auch für das industrielle Internet. Dort kommunizieren datenintensive cyberphysische Produktionssysteme in Echtzeit. So das Zukunftsszenario. Das IMMS zeigt im Labor für Time Sensitive Networking (TSN) die Zukunft in Fabriken mit Interaktion in Echtzeit. Die Teilnehmer können ihre eigene Echtzeitfähigkeit gegeneinander testen.

Raum 0334 (EG), je 15 Min., ab 12 Jahre, max. 10 Personen

>> mehr Infos zum TSN-Labor
   
18:00
19:30
21:00
Wie entwirft man einen Chip? (Vortrag)
Smartphone und Co. werden immer schlauer. Wie packt man eine rasant steigende Menge an komplexen Funktionen auf wenige Quadratmillimeter? Antworten gibt der Vortrag mit einer Live-Vorführung von Entwurfswerkzeugen und mit Mikroelektronik-Prototypen.

Beratungsraum 1 (EG), je 15 Min., ab 12 Jahre, max. 30 Personen

>> mehr Infos zum Chip-Design
 
 
18:30
20:00
21:30
Hitzetest für Mikroelektronik (Vortrag)
Erst auf Herz und Nieren prüfen, dann einbauen. Für Chip-Tests bei 300 °C ist das gar nicht so einfach. Gebraucht werden die Tests für Elektronik, die in sehr heißen Umgebungen wie Industrieanlagen arbeitet. Standard-Testausrüstung ist bei der Hitze längst weggeschmolzen. Wie ein Test trotzdem funktioniert, beantworten der Vortrag und ein Testaufbau.

Beratungsraum 1 (EG), je 15 Min., ab 12 Jahre, max. 30 Personen

>> mehr Infos zum Test von Mikroelektronik

17:00
bis
21:00
Selber machen lassen – Programmieren für Kinder
Wir stellen die Technik und du lässt sie was machen. Bring LED-Schrift zum Laufen, schalte Licht durch Bewegung ein oder mach dir ein ganz genaues Bild von deiner Umwelt mit Sensoren. Das erledigen Computer, wenn du die richtigen Worte findest. Wir helfen dir dabei.

Beratungsraum 2 (EG), ab 10 Jahre
 

EXPONATE / DEMONSTRATOREN (17:00 – 23:00, ab 5 Jahre):
FoyerHeiß – nicht anfassen! Chips im Backofen bei 300°C
Keine Kartoffelchips, kein Acrylamid. Gezeigt wird ein mobiler Testaufbau für Mikroelektronik-Chips, die bei 300°C hochgenau arbeiten und Industrieprozesse effizienter machen. Der Aufbau kann das, was Standard-Testausrüstung nicht kann – Elektronik bis an ihre Grenzen testen ohne dabei zu schmelzen. Der Aufbau ist das Ergebnis einer am IMMS betreuten studentischen Abschlussarbeit. Details gibt es auch im Vortrag „Hitzetest für Mikroelektronik“.

>> mehr Infos zu studentischen Arbeiten am IMMS

FoyerTee auf Sendung – mit batterielosem RFID-Sensor-Transponder
Was hier in der Teetasse gezeigt wird, brauchen z.B. Biologen für ihre Versuche, bei denen Zellkulturen kontinuierlich unter gleichbleibenden Bedingungen untersucht werden müssen. Das IMMS hat dafür einen RFID-Sensor-Chip entwickelt, der nicht nur identifiziert, sondern auch Temperaturwerte in Flüssigkeiten misst und sendet – und das ohne Batterie an Bord. Den Strom erzeugt das Magnetfeld der RFID-Ausleseeinheit, die die Daten des Sensor-Chips berührungsfrei erfasst und verarbeitet. Probieren Sie eine Tasse!

>> mehr zum RFID-Sensor-Chip (Fachartikel PDF)

Foyer

Krebs frühzeitig mit Mikroelektronik erkennen
Für einige Krebsarten können Schnelltests direkt durch einen Arzt vorgenommen werden, unmittelbar Ergebnisse bereitstellen und zeit- wie kostenaufwändige Laboruntersuchungen sparen. Meistens liefern solche Schnelltests als Befund lediglich Ja-Nein-Aussagen. Um Prostata- und Darmkrebs in einem sehr frühen Stadium feststellen zu können, entwickelt das IMMS Mikroelektronik, die im direkten Probenkontakt sehr geringe Antigen-Konzentrationen unterhalb von einem Nanogramm pro Milliliter misst. Das IMMS zeigt anhand eines Funktionsmusters das Nachweisprinzip, auf dem die Entwicklungsarbeiten aufbauen.

>> mehr zu diesem Projekt (INSPECT)

Foyer

Kopfstand für 5G – Mobilfunk in Echtzeit
Wir machen den Denksport, ein Pendel den Kopfstand – und diesen frei auf einer 0,2 mm schmalen Kante auf einer bewegten Linearachse. Damit das so bleibt, wird das Pendel von einer Hochgeschwindigkeitskamera beobachtet. Gibt es Abweichungen, werden sie in Echtzeit an die Bewegungssteuerung an der Achse gefunkt, um das Pendel auszubalancieren. Mit heutigen Mobilfunk-Technologien wie LTE würde der Alarm zu spät ankommen und das Pendel umkippen. Das IMMS arbeitet in Kooperation mit der TU Dresden an neuen Übertragungskonzepten für den neuen Mobilfunk-Standard 5G. Mit ihm sollen künftig Anwendungen für das „taktile Internet“ und Industrie 4.0 in Echtzeit kommunizieren.

>> mehr zu diesem Projekt (fast wireless)

FoyerGeschüttelt, nicht gerührt – Sensorsystem mit Energie aus Vibrationen
Wie erfasst man an betagteren Industrieanlagen an vielen Stellen komplexe Mess- und Steuerdaten ohne großes Nachrüsten? Das geht mit Funksensorik, die sich selbst mit der Energie aus ihrem Umfeld versorgt, z.B. über die Wandlung von Vibrationen. Gezeigt wird eine über induktives Energy Harvesting betriebene Funksensorik zum Anfassen.

>> mehr zu diesem Projekt (Green-ISAS)

Foyer

Alles dicht? Finden Sie Lecks in Druckluftleitungen mit Ultraschall
Verpuffte Druckluft ist teuer. Und umweltschädlich, da sie vorher mit viel Energie erzeugt werden musste. In der Industrie verpufft im Schnitt ein Drittel durch Lecks in Druckluftleitungen. Die Lecks verursachen Ultraschall. Finden (und hören) Sie Lecks mit einem Ultraschallprüfgerät, das SONOTEC und IMMS für die vorbeugende Instandhaltung von Druckluftleitungen und Prozessoptimierungen entwickelt haben.

>> mehr zu diesem Projekt (SONAPHONE/SONOTEC)

Eindrücke von der letzten Langen Nacht am IMMS in der Bilderstrecke: