Der Sensorik-4.0-Workshop am IMMS zeigte, wie man Sensordaten per Open Source speichern und visualisieren kann. Foto: IMMS.
Der Sensorik-4.0-Workshop am IMMS zeigte, wie man Sensordaten per Open Source speichern und visualisieren kann. Foto: IMMS.

Workshop-Rückblick: Sensordaten intelligent nutzen

Praxisnahe Beispiele zum Speichern und Visualisieren von Daten mit Open-Source-Software und zum Verarbeiten in der Cloud

Am 23.11.2017 lud die Modellfabrik Migration Sensorikanwender aus Forschung und Industrie zum 3. Sensorik-4.0-Workshop an das IMMS ein, um über praxisnahe Anwendungsbeispiele in die Thematik „Sensordatenverarbeitung in der Cloud“ einzutauchen.

Im ersten Block des Workshops zeigten die Experten des IMMS, wie sich Sensordaten unkompliziert und schnell mittels Open-Source-Software wie INFLUXDB und GRAFANA speichern und visualisieren lassen. Die Teilnehmer wurden Schritt für Schritt durch die Generierung eines sogenannten Dashboards geführt, das jeder individuell anlegen und damit reale Daten von Sensoren darstellen konnte. Zusätzlich erhielten die Anwesenden einen Überblick darüber, wie sich mit sogenannten Alarm-Funktionen z.B. Grenzwertüberschreitungen und unerwünschte Zustände leicht identifizieren lassen.

Im zweiten Teil gab die Firma „iSAX GmbH & Co. KG“ anhand eines konkreten Beispiels Einblicke in Möglichkeiten, wie Sensordaten in der Cloud über THINGWORX, einer Technologieplattform für das Internet der Dinge, nutzbar gemacht werden können. Mit Hilfe einer mit Sensorik ausgestatteten Pflanze wurde gezeigt, wie Daten aufgenommen und so verarbeitet werden, dass sich automatisierte Reaktionen generieren lassen. So können mit der Plattform Services entwickelt werden, wie z.B. eine optimierte automatische Bewässerung. Außerdem zeigte der Referent Möglichkeiten und Nutzen automatischer Datenanalysen auf, wie z.B. maschinelle Lernalgorithmen zur Detektion von Anomalien. Als Dienstleister plant iSAX, sein Servicespektrum mit solchen Anwendungen zu erweitern und damit passende Angebote für kleine und mittlere Unternehmen zur Verfügung zu stellen.

Die Teilnehmer nahmen viele neue Ansätze in ihren Arbeitsalltag mit und vereinbarten untereinander weiterführende Gespräche – somit ist ein weiteres Mal ein Anfang gemacht!

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  • Förderung

    Das „Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Ilmenau“ ist Teil der Förderinitiative „Mittelstand 4.0 – Digitale Produktions- und Arbeitsprozesse“, die im Rahmen des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital – Strategien zur digitalen Transformation der Unternehmensprozesse“ vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert wird. Das IMMS wird unter dem Kennzeichen 01MF16005C als Akteur des Mittelstand-4.0-Kompetenzzentrums Ilmenau gefördert.