Das IMMS zur Preisverleihung anlässlich des MICA-Wettbewerbs auf dem HARTING-Stand zur Hannover Messe 2016. Foto: IMMS.
Das IMMS zur Preisverleihung anlässlich des MICA-Wettbewerbs auf dem HARTING-Stand zur Hannover Messe 2016. Foto: IMMS.

IMMS gewinnt beim MICA-Wettbewerb von HARTING

Entwicklungen zum Umweltmonitoring und zur Echtzeit-Datenverarbeitung haben überzeugt. (mit Videos)

Das IMMS wurde am 25. April 2016 anlässlich des Wettbewerbs „Was machst du mit MICA“ für die Anwendungsentwicklungen im Umweltmonitoring und in der Echtzeit-Datenverarbeitung ausgezeichnet. Die beiden Lösungen wurden von zwei IMMS-Teams auf der Hannover Messe einem breiten Publikum und Medienvertretern live präsentiert.

Die Wissenschaftler des IMMS hatten binnen weniger Wochen mit der MICA-Plattform, die sich mit anwendungsspezifischer Hardware, Software und Schnittstellen nach individuellen Anforderungen erweitern und konfigurieren lässt, zwei innovative Anwendungslösungen geschaffen. HARTING hatte den MICA-Wettbewerb im November initiiert, um das Anwendungsspektrum des Open-Computing-Systems MICA durch Entwickler aus verschiedensten Bereichen ausloten zu lassen und die eingereichten Beiträge bezüglich Innovationskraft, Nutzen, Realisierbarkeit und Kreativität bewertet.

Für die Anwendung zum Umweltmonitoring hat das IMMS die MICA mit drahtlos vernetzten, outdoor-fähigen Sensoren für Bodenfeuchte, Temperatur und Licht verknüpft sowie in das Internet der Dinge (IoT) eingebunden und damit eine Komplettlösung vom Sensor bis in die Cloud geschaffen. Die MICA fungiert als Daten-Logger und IoT-Gateway und bietet eine webbasierte Benutzerschnittstelle. Das IMMS hat die MICA-Plattform mit einer IEEE-802.15.4-Funktransceiver-Funktionsplatine erweitert, welche eine Ankopplung drahtloser Sensoren ermöglicht. Außerdem hat das Institut eine skalierbare Multi-Containerlösung mit MQTT-basierter Cloud-Integration implementiert und das Funksensornetz mit IMMS-BASe-Net-Technologie und 6LoWPAN angebunden. Diese Lösung lässt sich über das Umweltmonitoring hinaus zum Beispiel auch für das Verkehrsmonitoring oder in den Bereichen Smart City und Transport einsetzen.

Mit dem zweiten Exponat hat das IMMS eine Echtzeitlösung realisiert und damit für die MICA-Plattform eine der zentralen Industrie-4.0-Anforderungen in Angriff genommen: Durch viele, verteilte Sensoren werden Datenmengen immer umfangreicher. Diese müssen verlässlich und rechtzeitig – in Echtzeit – verarbeitet werden, da es andernfalls zu Qualitätseinbußen oder zu kritischen Situationen in Industrieanlagen kommen kann. Das IMMS hat daher die Software der MICA-Plattform optimiert, ein echtzeitfähiges Linux-Basissystem implementiert und die mit der MICA erzielbare Echtzeit-Performance messtechnisch erfasst und detailliert analysiert. Die Lösung fügt sich transparent in das Software-Container-Konzept von HARTING ein und basiert auf langjährigen Erfahrungen des IMMS in diesem Bereich und auf der Zusammenarbeit mit OSADL.

Teams:

  • Umweltmonitoring: Marco Götze, Sven Engelhardt, Elena Chervakova, Dr. Michael Rink, Wolfram Kattanek
  • Echtzeit: Rolf Peukert, Thomas Elste, Sven Engelhardt, Marco Götze, Dr. Tino Hutschenreuther