Beispiel für eine I4.0-Testumgebung: Voruntersuchungen für Lösungen, mit denen sich Datenleitungen in laufenden Industrieanlagen kostengünstig und kontinuierlich auf Fehler überprüfen lassen. Foto: IMMS.
Beispiel für eine I4.0-Testumgebung: Voruntersuchungen für Lösungen, mit denen sich Datenleitungen in laufenden Industrieanlagen kostengünstig und kontinuierlich auf Fehler überprüfen lassen. Foto: IMMS.

IMMS ist erste I4.0-Testumgebung Thüringens – Kooperation für KMU vom BMBF gefördert

Unternehmen können ihre Industrie-4.0-Entwicklungen unter realistischen Bedingungen testen

Ilmenau, 21.02.2018. Das IMMS wurde von der Nationalen Kontakt- und Koordinierungsstelle „Industrie-4.0-Testumgebungen für KMU – I4KMU“ als erste Thüringer Testumgebung klassifiziert. Die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Initiative I4KMU unterstützt und begleitet kleine und mittlere Unternehmen auf dem Weg in das digitale Industriezeitalter mit einem bundesweiten Netz aus derzeit 50 solcher I4.0-Testumgebungen. Dort können KMU ihre entwickelten digitalisierten Prozesse und Produkte, innovativen Systemansätze und damit zusammenhängenden vernetzten Geschäftsmodelle unter realistischen Bedingungen testen und zur Produktreife bringen. Die in der Regel an Forschungseinrichtungen angesiedelten Testumgebungen verfügen neben einer technisch breiten Infrastruktur über die notwendigen Kompetenzen, um in I4KMU-Projekten gezielte Impulse für die Weiterentwicklung der von den Unternehmen initiierten Lösungen zu geben. Die Bewerbung des IMMS als I4.0-Testumgebung wurde aufgrund der Expertise im Bereich Industrie 4.0, der vorhandenen I4.0-Hard- und Software, digitalisierter Prozesse und der Möglichkeiten für realistische Testbedingungen durch die I4KMU-Initiative bestätigt. Ein Alleinstellungsmerkmal ist dabei das am Institut vorhandene Testlabor für Time Sensitive Networking (TSN).

I4.0-Testumgebung am IMMS

Die I4.0-Testumgebung des IMMS beinhaltet Planungs- und Simulationswerkzeuge, das Testlabor für Time Sensitive Networking, in dem entsprechende Komponenten und Produkte für echtzeitkritische und datenintensive cyberphysische Produktionssysteme (CPPS) untersucht werden können, Server und Cloud mit entsprechender Rechenleistung und Speicherkapazitäten, mobile Endgeräte, Elektroniklabore, eine mechanische Werkstatt sowie Technik für additive Fertigungsverfahren und zur Untersuchung der elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV).

KMU profitieren von der Expertise des IMMS im Bereich Industrie 4.0

Das IMMS erarbeitet bereits seit Jahren Industrie-4.0-Lösungen zur vernetzten Erfassung, Verarbeitung und Kommunikation von Mess- und Steuerdaten sowie zur Automation, Steuerung und Regelung von Maschinen und Industrieanlagen. Hierfür entwickelt das IMMS energie- und ressourceneffiziente Sensorsysteme, mechatronische Präzisionsaktoren sowie eingebettete Hardware/Software-Komponenten und Systeme. Diese kommunizieren in Echtzeit über ein Datennetzwerk und interagieren mit der realen Welt. Damit können Anwender komplexe Automatisierungslösungen realisieren und Wertschöpfungsketten effizienter gestalten. Das Institut forscht kontinuierlich an neuen Ansätzen für solche cyberphysischen Systeme. Diese intelligenten Lösungen vereinen Elektronik, Mechatronik und Software. Sie bieten ein hohes Innovationspotential und den Zugang zu neuen Anwendungen.

Wege für KMU zu geförderten I4.0-Projekten mit dem IMMS

Für Fragen rund um ihre I4.0-Entwicklungen können sich Unternehmen gern direkt am IMMS informieren unter www.imms.de/I40 und sich mit Dr. Frank Spiller in Verbindung setzen unter frank.spiller(at)imms.de. Informationen zur Nationalen Kontakt- und Koordinierungsstelle „Industrie-4.0-Testumgebungen für KMU – I4KMU“, zu allen bundesweiten I4.0-Testumgebungen und zur umfassenden Betreuung von Projektanträgen durch alle Phasen der BMBF-Fördermaßnahme gibt es unter www.i4kmu.de.